Bewerbung nach der Elternzeit – die fünf häufigsten Fehler und warum du diese vermeiden solltest

Bewerbung nach der ElternzeitDie Bewerbung nach der Elternzeit ist für viele Mamas nicht gerade einfach. Der Alltag mit kleinen Kindern ist anstrengend. Man ist unentwegt beschäftigt mit Windeln wechseln, Kochen, Aufräumen, Spielen mit den Kindern, Streit schlichten und vielem mehr. Viele Mamas fühlen sich weit weg von ihrem Leben vor den Kindern, bei dem oft der Beruf oder die eigene Karriere im Mittelpunkt stand.

Der Zeitpunkt des beruflichen Wiedereinstieges kann ganz unterschiedlich sein. Die einen Mütter steigen nach einem Jahr Elternzeit wieder ein, die anderen warten bis das kleinste Kind im Kindergarten oder in der Schule ist.

Je länger die Auszeit war, desto schwieriger empfinden Mütter die Bewerbungsphase und den Wiedereinstieg. Viele Fragen drängen sich auf: Über was soll man in der Bewerbung schreiben? Über welche beruflichen Qualifikationen verfügt man überhaupt noch? Wo liegen die eigenen Stärken?

Bewerbung nach der Elternzeit

Fühlst du dich unsicher und weißt nicht genau, wie du deine Qualifikationen richtig verkaufen sollst?

Das ist kein Problem. Taste dich langsam an das Thema heran. Bevor du dich hinsetzt und anfängst deinen Lebenslauf und dein Anschreiben zu verfassen, möchte ich dich auf die fünf häufigsten Fehler hinweisen, die Mamas bei der Bewerbung nach der Elternzeit unbedingt vermeiden sollen!

1. Du stellst deine Qualifikationen als Mutter in den Vordergrund.

Viele Mütter machen den Fehler, die Tätigkeiten aus ihrem Alltag mit den Kindern in den Vordergrund zu rücken. Sie berichten von ihrem Organisationstalent vom letzten Kindergeburtstag oder von ihrer Kompetenz Konflikte zu lösen beim täglichen Streit der Kinder. Beschränke dich auf deine beruflichen Erfahrungen und Qualifikationen. Jeder Arbeitgeber wird deine Soft Skills als Mutter zu schätzen wissen. Im Bewerbungsprozess solltest du allerdings darauf verzichten, diese zu erwähnen.

2. Du rechtfertigst deine Elternzeit.

Viele Mütter rechtfertigen sich für die Elternzeit. Sie begründen oftmals schon im Anschreiben, warum sie sich für die Auszeit mit ihren Kindern entschieden haben. Dies ist völlig unnötig. Eine Auszeit für die Kindererziehung zu nehmen ist in unserer Gesellschaft anerkannt und wird auch von der Politik durch das Elterngeld unterstützt. Eine Rechtfertigung macht den Eindruck, dass du nicht wirklich von deiner Auszeit überzeugt bist. Begründe lieber, welchen Mehrwert du dem Unternehmen auf Grund deiner Erfahrungen und Qualifikationen bieten kannst!

3. Du machst dich selbst klein.

Mütter sind oft sehr unsicher, was ihre beruflichen Qualifikationen angeht. Sie machen sich selbst klein. Oft mangelt es an nötigem Selbstbewusstsein. Beispielsweise argumentierte eine Mutter im Vorstellungsgespräch, auf Grund ihrer Auszeit würde sie sicherlich eine etwas längere Einarbeitungszeit benötigen und sie hoffe auf das Verständnis des Unternehmens. Eine solche Aussage ist typisch für viele Wiedereinsteigerinnen und zeugt von geringem Selbstbewusstsein. Stärke dein Selbstbewusstsein vor dem Bewerbungsprozess. Mach dir bewusst, welche Stärken und Qualifikationen du hast. Bist du überzeugt von dir, wirst du dies auch im Vorstellungsgespräch ausstrahlen.

4. Du hast deine Elternzeit ausschließlich der Kindererziehung gewidmet.

Es ist keine Frage, dass während der Elternzeit die Kinder im Vordergrund stehen. Vor allem wenn die Kinder noch sehr klein sind, wirst du als Mama voll und ganz mit der Erziehung deiner Kinder beschäftigt sein. Der Wiedereinstieg ist ein Prozess. Wenn du also beginnst, dich gedanklich damit mit deinem beruflichen Wiedereinstieg zu beschäftigen, rate ich dir, eine Weiterbildung während deiner Elternzeit zu absolvieren. Mit einer Weiterbildung kannst du deine Qualifikation auffrischen, was zugleich dein Selbstbewusstsein stärkt. Zukünftige Arbeitgeber werden dein zusätzliches Engagement sehr zu schätzen wissen.

5. Du verschweigst deine Elternzeit.

Rechtlich bist du nicht verpflichtet, deine Elternzeit oder deine Kinder im Bewerbungsschreiben und im Vorstellungsgespräch zu erwähnen. Viele Mamas denken, schlechtere Jobchancen gegenüber anderen Bewerbern oder Bewerberinnen ohne Kinder zu haben. Damit mögen Sie sicher oft recht haben. Trotzdem rate ich dir, wenn du dich auf eine Festanstellung bewirbst, deine Kinder nicht zu verschweigen. Deine Kinder werden auch in deiner Berufstätigkeit dein Leben bestimmen. Wenn ein Unternehmen dich nicht anstellt, da du Kinder hast, kann dir das nur recht sein. Das Unternehmen wird auch kein Verständnis zeigen, wenn deine Kinder krank sind und dein Babysitter ausgefallen ist. Würdest du in einem solchen Unternehmen arbeiten wollen?

 

Zu guter Letzt möchte ich daran erinnern: Du bist nicht allein bei der Bewerbung nach der Elternzeit!

Unzähligen anderen Müttern geht es wie dir. Auch sie müssen sich im Bewerbungsprozess behaupten. Bist du gut, in dem was du machst und vor allem bist du überzeugt von deinen Stärken, wirst du dich durchsetzen und deine Bewerbung nach der Elternzeit wird erfolgreich sein!

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