Weg mit dem schlechten Gewissen!

Gerade habe ich mich entschlossen mein Kind mittags im Kindergarten essen zu lassen. Schon kommt es wieder mein schlechtes Gewissen: „Kinder brauchen ein nahrhaftes frisch gekochtes Mittagessen. Wer weiß, was in dem Tiefkühlessen des Kindergartens noch an Vitaminen enthalten ist?“

Kennst du das auch?

Uns Müttern sitzt das schlechte Gewissen stets im Nacken und es ist unser täglicher Begleiter.

Heute möchte ich dir ein paar Tipps geben, um mit dem schlechten Gewissen umgehen zu lernen.

Berufstätige Mütter plagen sich oft mit Fragen wie

  • „Habe ich zu wenig Zeit für meine Kinder?
  • Sollte ich mein Kind früher abholen?
  • Sollte mein Kind besser zu Hause Hausaufgaben machen?
  • Vielleicht fördere ich mein Kind zu wenig?“

Mütter, die noch nicht berufstätig sind, sich den Wiedereinstieg aber wünschen, lassen sich von diesen Fragen und ihrem schlechten Gewissen abhalten. Der Wiedereinstieg wird ständig verschoben und hinausgezögert… Argumente wie „Meine Kinder sind noch zu klein.“, „Ich habe keine adäquate Kinderbetreuung“, „Auch ohne Job bin ich schon völlig überlastet“ oder „Mein Mann möchte nicht, dass ich wieder arbeite“ werden angebracht.

Auch ich habe oft ein schlechtes Gewissen, wenn ich zu viel arbeite. Als Mama möchte ich nichts der gemeinsamen Zeit mit den Kindern verpassen. Die Zeit verfliegt sowieso viel zu schnell.

Aber machen wir uns nicht zusätzlich zu unseren zahlreichen täglichen Aufgaben das Leben schwer? Lassen wir uns nicht zu sehr von eurem schlechten Gewissen leiten?

Mütter, die zu Hause sind, widmen sich nicht mehr als eine halbe Stunde bis Stunde täglich ausschließlich ihren Kindern, sei es mit Spielen, Vorlesen etc. Es zählt also, wie man so schön sagt, nicht die Qualität, sondern die Quantität – das gilt auch für die Zeit, die du mit deinen Kindern verbringst. Berufstätige Mütter lieben Ihre Kinder genauso, wie Mütter, zu Hause sind.

Jede Mutter sollte für sich entscheiden, welcher Weg für ihre Kinder, die Familie und sie selbst am geeignetsten erscheint.

Ob Vollzeitmutter, teilzeitberufstätig, Karrieremama oder selbständig – ich bin mir sicher, jede Mama weiß intuitiv, was der richtige Weg ist. Wenn eine Mutter mit ihrer Lebenssituation glücklich ist, dann sind es auch die Kinder.

Ein schlechtes Gewissen ist fehl am Platz.

Es raubt einem zusätzlich Energie und mit dieser Energie sollten wir uns besser um unsere Kinder kümmern als sich mit einem unbegründeten schlechten Gewissen herumzuschlagen.

Unsere Kinder werden trotzdem groß. Wir Mütter sollten uns eher die Frage stellen: Geht es meinen Kindern gut? Sind meine Kinder glücklich mit unserer Lebenssituation?

Auch ich werde mir dies bei der nächsten Gelegenheit wieder in Erinnerung rufen. „Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben!“ Am besten schreibe ich mir den Satz auf ein Blatt Papier und hänge ihn an die Küchentüre. So werde ich stets daran erinnert und kann mein schlechtes Gewissen mit der Zeit reduzieren.

Wie sieht es mit euerem schlechten Gewissen aus und bei welchen Tätigkeiten fühlt ihr euch besonders schlecht?

 

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